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Test der GoPro HD HERO2 Helmkamera

von Christoph Dietrich

Helmkamera GoPro HD HERO2 Outdoor Edition mit ZubehörSeit einigen Tagen liegt die brandneue Helmkamera GoPro HD HERO2 auf meinem Schreibtisch und wurde einem ersten Test unterzogen. Die Kamera nimmt, wie ihr Vorgängermodell GoPro HD HERO, Videos in Full HD (1080p) auf. Sie wurde jedoch hinsichtlich Bildqualität durch den Einsatz eines neuen Sensor und ein Glasobjektivs im Gehäuse verbessert. Der Formfaktor des Gehäuses, sowie das Befestigungssystem bleiben gleich, sodass das vom Vorgängermodell verfügbares Zubehör weiterverwendet werden kann. Die GoPro tritt als Helm- und Actionkamera insbesondere gegen ähnliche Kameramodelle am Markt, wie z.B. der Contour GPS, die ich bereits getestet hatte, an. Das Promovideo von GoPro zeigt tolle Bilder und ein von Musik bis Schnitt stimmig produziertes Video um die Zielgruppe emotional anzusprechen.


Bildqualität

Die GoPro bietet verschiedene Aufnahmemodi (siehe unten, Abschnitt Ausstattung). Im Videomodus sind natürlich insbesondere die volle HD-Auflösung von 1920 x 1080 Pixel bei 30 Bildern pro Sekunde interessant. Dieser Modus wird im Zusammenhang mit HD-Fernsehen und Blurays auch 1080p genannt, da er 1080 Zeilen bei 30 Vollbildern (p = progressive) bietet. Zudem ist der 720p-Modus (= HD ready am TV) interessant, da er 1280 x 720 Pixel bei 60 Vollbilder pro Sekunde aufnehmen kann. Dies ist vor allem nützlich, wenn man die Videos später in Zeitlupe zeigen möchte. Festgehaltene Highlights, wie Stürze und Sprünge z.B. beim Skifahren, schnell vorbeiziehende Bilder an Fahrzeugen, Motor- oder Fahrrädern können so auch in noch flüssig gezeigt werden. Geht man in der Auflösung noch eine Stufe herunter lassen sich gar 120 Bilder pro Sekunde aufnehmen.

Im Test hatte der 720p-Modus 2 mal Bilder mit rot und blauen Artefakten aufgezeichnet und somit unbrauchbares Videomaterial produziert. Ärgerlich, wenn dies z.B. gerade beim Fallschirmsprung den man aufzeichnen möchte vorkommt. Danach war dieses Phänomen nicht mehr zu reproduzieren. Ähnlich der Contour GPS, die anfangs manchmal kein Ton aufzeichnete, werden solche Fehler mit künftigen Software-Updates in der Regel eliminiert.

Bildwinkel

Der Bildwinkel beträgt bei der vollen Auflösung 170°. Das Bild sieht aus wie durch ein Fisheye-Objektiv aufgenommen. Es ist in der Tat auch nicht entzerrt, wie beispielsweise bei teuren Weitwinkel-Objektiven für Spiegelreflexkameras. Dadurch zeigen sich Linien, die nicht durch die Bildmitte laufen, wie oftmals der Horizont, gekrümmt. Dies führt nicht nur zu irren Perspektiven, sondern ermöglicht durch den großen Bildwinkel auch sich leicht selbst aufnehmen zu können. Möchte man dies tun, kann die Kamera meist nicht weg positioniert werden. Z.B. am Helm, am Skistock, am Fahrradrahmen, etc. Im Vergleich zu Kameras mit weniger Weitwinkel, wie der Contour GPS, ist die Ausrichtung des Bildausschnittes der GoPro somit einfacher zu handhaben. Meist ist einfach alles auf dem Bild. Da beide Kameras kein Display haben, lässt sich der Bildausschnitt auch nur umständlich kontrollieren (bei Contour über eine iPhone-App, bei der GoPro über ein optional erhältliches Aufsteck-Display). Ein weiterer Vorteil des Weitwinkels ist, dass Erschütterungen während der Aufnahmen weniger stark ins Gewicht fallen, da sich Verwackelungen weit weniger zu Verschiebungen des Bildausschnitts führen. Der Bildwinkel lässt sich optional enger auf 127° einstellen, will man beispielsweise Objekte filmen, die weiter entfernt sind. Beispielsweise einen Skifahrer oder Biker, dem man mit etwas Abstand hinterher fährt.

Belichtung und Schärfe

Die Auflösung und Schärfe des Videobildes ist sehr gut. Weit besser als die der Contour. Details sind sehr gut gezeichnet, Artefakte des mittels H2.64-Codec komprimierten Videos im MP4-Containerformat sind sehr selten zu sehen. Auch die Vorgängerkamera zeigte ein ähnliches scharfes und detailreiches Bild. Jedoch bringt der neue, höher auflösende Sensor weitere Reserven für Aufnehmen unter schlechten Lichtbedingungen mit sich. Somit rauschen auch Aufnahmen im Wald akzeptabel gering. Filmt man allerdings in dunklen Innenräumen versagen alle Helmkameras und zeigen starkes Rauschen. Dies ist auch nicht unbedingt der vorgesehen Einsatzzweck für eine Helmkamera.

Beeindruckend sind die guten Ergebnisse im Umgang mit extremen und wechselnden Lichtsituationen, wie z.B. Gegenlicht bei Abendsonne. Im nachfolgenden Beispielvideo sind unter anderem Szenen beim Mountain-Biking im Wald zu sehen, die zeigen wie schnell sich die GoPro auf eine wechselnde Beleuchtung einstellt und wie wenig sie überstrahlt und unterbelichtet, wenn bei Gegenlicht oder starken Kontrasten gefilmt wird.

Ein Youtube-Video zeigt einen Vergleich der Bildqualität der alter GoPro HD HERO und der neuen GoPro HD HERO2.

Fotos

Im Fotomodus löst die Kamera mit 11 Megapixeln auf. Für dieses Kameraformat beachtlich. Die Qualität ist in der 100%-Ansicht nicht mit Kompaktkameras vergleichbar, aber dennoch gut:

Foto erstellt mit der GoPro HD HERO2

Foto in Originalgröße ansehen

Besonders interessant ist der Fotomodus vor allem in Verbindung mit dem Interval-Auslöser, um z.B. alle 5 Sekunden ein Bild zu machen und daraus später ein Zeitraffer-Video (Timelapse) zu erstellen. Hier ein Beispiel-Video, das allerdings mit einer Spiegelreflexkamera aufgenommen wurde. Die Auflösung von 11 Megapixeln ermöglicht dabei nicht nur Zeitraffer-Videos in HD-Auflösung, sondern bietet die nötigen Bildreserven, um Bearbeitungen, Ausschnitte oder Zooms zu ermöglichen. Solche beschleunigten Zeitraffer-Aufnahmen sind auch am Anfang des oben genannten Promovideos von GoPro zu sehen.

Ausstattung

Die GoPro HERO2 bietet Videoaufnahmen in folgenden Auflösungen

  • 848 x 480 Pixel (60 oder 120 Bilder pro Sekunde)
  • 1280 x 720 Pixel (30 oder 60 Bilder pro Sekunde)
  • 1280 x 960 Pixel (30 oder 48 Bilder pro Sekunde)
  • 1920 x 1080 Pixel (30 Bilder pro Sekunde)

Zudem bietet die Kamera Fotoaufnahmen bei 11 Megapixeln und einen Zeitraffer-Modus, der Bilder im 0.5, 1, 2, 5, 10, 30 oder 60 Sekunden-Intervall erlaubt. Ein sog. Burst-Modus schießt einmalig 10 Bilder in einer Sekunde, wenn man den Auslöser drückt. Gut, um z.B. ein springendes Objekt, wie einen Skifahrer oder Biker in der Luft aufzunehmen. Auch ein Selbstauslöser steht zur Verfügung.

Ein kleines monochromes Display an der Kameravorderseite zeigt dabei stets den aktiven Aufnahmemodus, die eingestellte Auflösung und Bildrate, sowie die verbleibende Aufnahmekapazität an. Eine gute Sache. Dennoch ist das Ändern von Einstellungen und Aufnahmemodus immer mit vielen Klicks mittels den zwei angebrachten Kameraknöpfen verbunden. Da kommt man leicht durcheinander.

Jeweils eine Status-LED auf jeder Seite der Kamera empfinde ich eher als unnötigen Luxus, als ein elementares Feature. Hier könnte man Produktionskosten sparen.
Über den HDMI-Anschluss kann die Kamera Videos direkt am TV wiedergeben. Zudem sind ein SD-Karten-Slot für das Speichermedium, ein USB-Anschluss für die Verbindung mit der Rechner, ein Eingang für ein externes Mikrofon und Audioausgang vorhanden.

Der Ton wird über zwei Mikrofone, an der Gehäuseober- und unterseite, aufgezeichnet. Komprimiert wird die Audiospur innerhalb des Videos mittels AAC-Codec. Mitgeliefert werden zwei Gehäuse-Rückklappen. Ein vollgeschlossenes, das die Kamera wasserdicht macht und ein teiloffenes, das den Ton besser erfasst. GoPro rät ab Geschwingkeiten von 160 km/h zum geschlossenen Deckel. Natürlich rauscht der Ton, wenn die Kamera an Bike, Ski oder Fahrzeug montiert ist. Dennoch ist der Ton vergleichsweise gut, da die Mikrofone vom Gehäuse geschützt werden und nicht dem direkten Wind ausgesetzt sind.

Gehäuse

Die Kamera wird immer über das mitgelieferte Gehäuse montiert. Das Befestigungssystem setzt auf Laschen, die ineinander greifen und mittels einer Schraube festgezogen werden. Im Praxistest hat sich dies als größtes Manko der Kamera herausgestellt. Bei stärkeren Schlägen oder Erschütterungen, wie sie z.B. beim Mountain-Biking vorkommen, verstellt sich die Neigung der Kamera und nimmt dann einen anderen Bildausschnitt auf. Im Test sind so zwei mal interessante Streckenabschnitte nicht mit aufgezeichnet worden, weil die Kamera nach hinten gekippt ist und nur noch Himmel zu sehen war.

Tipp: die Plastiklaschen mit etwas Schleifpapier anrauen und die Schrauben immer mit einem Schraubenzieher festziehen, statt nur mit der Hand:

Angeraute Laschen des GoPro Montagesystems

Zubehör und Montage

Die GoPro ist in der „Outdoor Edition“, „Motorsports Edition“ und der „Surf Edition“ erhältlich, welche sich nur anhand des mitgelieferten Montagezubehörs unterscheiden. Die Allround-Variante „Outdoor“ liefert neben Klebehalterungen für den Helm (leicht gebogene, sowie gerade Klebepads) einen Halter für die Montage an Fahrradhelmen mit. Das Kopfband habe ich noch nicht brauchen können. Beim Skifahren würde ich die Kamera eher mit einem Klebepad am Helm anbringen. Fährt man ohne Helm ist die Halterung am Band der Skibrille von Contour sicherlich chicer gelöst, als das GoPro-Kopfband mit seinen 3 Bändern, dass neben Brille nochmals zusätzlich aufgesetzt werden müsste.

Von den verschiedenen optional erhältlichen Montagehaltern halte ich den Lenkrad-Schraubhalter für besonders sinnvoll. Neben einer Montage am Fahrrad, kann man damit die Kamera auch an vielen anderen Stellen anbringen. Z.B. am Skistock, wenn man diesen herumdreht. Allerdings sollte man aus den vielen Einzelteilen keinen langen Arm zusammensetzen. Durch das nicht zu unterschätzende Gewicht der Kamera und die Hebelwirkung wirken bei Erschütterungen enorme Kräfte auf die Halterung. Wie das oben stehende Mountainbiking-Video zeigt, hatte ich genau dies lernen müssen, als ich die GoPro am hinteren Fahrradrahmen seitlich neben dem Hinterrad montiert hatte. Die Erschütterungen und Schläge brachten starke Vibrationen auf das Bild. Letztendlich ist der Halter gebrochen, die Kamera durch den Wald gekullert und irgendwo im Laub liegen geblieben (nach 30 Minuten Suche haben wir Sie wieder gefunden):

Montage der GoPro HD HERO2 am MontainbikeMontage der GoPro HD HERO2 am MountainbikeAbgebrochender Lenkrad-Halter der GoPro-Kamera

Zudem habe ich mir den Stativadapter zugelegt, mit dem man die Kamera auf jedes Stativgewinde schrauben kann, z.B. für Timelapse-Aufnahmen.

Wie bei den anderen Helmkameras ist das Zubehör besonders teuer. Hier versucht man wohl nach dem Kauf der Kamera mit Equipment, um das man aufgrund des proprietären Befestigungssystem nicht herum kommt, gut Geld zu verdienen. Für den Stativadapter, ein kleines Stück Plastik, habe ich z.B. 12,- € bezahlt. Der Lenker-Halter kostet um die 25,- €.

Weiteres sinnvolles Zubehör ist neben einer großen Speicherkarte (es wird keine mitgeliefert) ein Zweit- oder gar Drittakku. Hier gibt es bei Amazon günstige Alternativ-Akkus, die im Test genauso gut funktioniert haben, aber nur ein Bruchteil des Original-Akku kosten.

Unterwasser

Im Vergleich zu Contour bringt die GoPro mit dem mitgelieferten Gehäuse gleich alle Voraussetzungen für den Einsatz unter Wasser mit. Es ist mit dem vollgeschlossenen Rückendeckel genau wie das Contour-Gehäuse 60m wasserdicht. Dennoch ist das Unterwassergehäuse der GoPro eigentlich nur überwassertauglich. Denn durch die gewölbte Linse ist das Bild unter Wasser unscharf, milchig und eigentlich nicht zu gebrauchen. Deshalb haben sich mittlerweile Anbieter gefunden, die umgebaute Gehäuse mit speziellen für den Unterwasser-Einsatz konstruierten Linsen vertreiben. Einige sind sogar mit integriertem Rotfilter verfügbar, sodass der fehlende Rotanteil des Lichtspektrums im Wasser ausgeglichen wird und man Aufnahmen mit natürlicheren Farben erhält. Möchte man mit der Kamera tauchen, sollte man sich unbedingt ein solches Zweitgehäuse zulegen. Ein Videovergleich zwischen normaler Linse und der Unterwasser-Linse zeigt den Unterschied.

Ausdauer

Mit einer Akkuladung sind ca. 2,5 Stunden Aufnahme am Stück möglich. Damit ist der Akku der begrenzende Faktor für die Aufnahme. Auf eine 32GB-Speicherkarte kann in Full HD (1920×1080) ca. 4 Stunden Filmmaterial gebannt werden.

Geladen wird der Akku in der Kamera über USB. Wenn nicht schon vorhanden, macht also ein 220V-auf-USB-Stecker Sinn um nicht immer am Rechner laden zu müssen.

Beispielvideos

Fazit

Die Bildqualität der GoPro HD HERO2 ist unübertroffen. Wem Bildqualität wichtig ist, sollte eher zur GoPro, als zur Contour greifen. Der Formfaktor und die offensichtliche Größe des Gesamtsystems schrecken mich etwas von der Montage auf dem Skihelm ab. Da finde ich die schmale Contour mit seitlicher Befestigung am Skihelm unaufdringlicher. Für einen reinen Einsatz zum Skifahren würde ich zur Contour zu greifen, andernfalls zur GoPro.

Verbessert werden sollte noch das Montagesystem, das sich leicht selbst verstellt. Hier sollte eine feine Riffelung o.ä. auf den Laschen der Gelenke angebracht werden. Schleifpapier und das feste Anziehen der Schrauben mit einem Schrauberzieher löst dieses Problem in den meisten Fällen.

13 Kommentare

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Gratulation zu deinem weiteren super Test neuen GoPro Kamera!
Echt Schade das das bereits bekannte Problem der Linse mit dem neuen Modell nicht behoben wurde. Das dazu erst eine andere Firma mit dem umgebaute Gehäuse für den speziellen für den Unterwasser-Einsatz etwas produzieren muss finde ich bei dem Preis nicht so berauschend. Als Taucher und Motorrad fahrer der die Kamera von GoPro oder die Contour GPS gut brauchen kann und mich für eine der beiden Entscheiden muss ist das nicht hilfreich. Die Bildqalität der GoPro verleitet mich schon sehr zur GoPro aber die Contour mit ihrem schmalen Gehäuse das auch unter Wasser gut eingesetzt werden kann hat auch etwas.
Danke für den neuen guten Test. Bist wohl schon ein Profi bei den beiden brauchbaren Teilen! Schade das nicht beide ihre kleinen „Probleme“ gelöst haben und sich dadurch auch noch weiter verbessert haben. Wenn die Contour ihr Live View auch noch im Aufnahme Modus lösen würde und die GoPro ihr Unterwasser-Defizit hätten beide wieder einen Bonus mehr bei vielen Kunden!
:-) LG e-rich

e-rich

Wow, das sind Unterschiede bei dem Youtube-Video Vergleich der Bildqualität der alter GoPro HD HERO und der neuen GoPro HD HERO2 sowie dem modifiziertem Gehäuse. Das ist aber nicht das originale sondern das mit der von der anderen Firma modifizierte Gehäuse mit der anderen Linse oder? Eine Frage hab ich auch noch zur Contour GPS die hat nicht den normalen kleinen USB Anschluss sondern einen noch kleineren USB Micro oder? Der kleine USB der GoPro kann aber sicher auch nicht mit dem Schutzgehäuse zum laden am Motorrad wärend des filmens benutzt werden oder? Dabei kann aber nur mit dem Gehäuse die GoPro montieren. Kann das externe Micro mit dem Gehäuse angeschlossen werden? Geht mir dabei nur um Montage am Motorrad nicht unter Wasser.
LG e-rich

e-rich

Zu den Contour-Fragen:
Ok, aber für was willst Du ein Livebild auf dem Handy während der Aufnahme? Während der Aufnahme fahre ich dann doch. Es geht eigentlich nur um die Einrichtung des Blickwinkels und die Änderung von Einstellungen. Ist m. E. nach schon richtig konzipiert. Zumal die Bluetooth-Übertragungsraten einfach kein gutes Bild in der Übertragung erlauben.
Sowohl GoPro, als auch Contour haben den normalen USB-Mini-Stecker.

Zu der GoPro:
Nein, das sollte das normale Gehäuse sein.
Bei der GoPro kann man wohl laden während dem Filmen. Das sollte gehen. Das Gehäuse verdeckt aber den Anschluss. Das gleiche beim externen Mikrofon-Eingang.
Prinzipiell denke ich kann man riskieren die GoPro ohne Schutzgehäuse zu verwenden, wenn das Wetter gut ist und kein Schmutz an die Montageposition kommt. Allerdings wüsste ich dann nicht, wie man diese sinnvoll und sicher befestigen kann. Denn die Halterung sitzt am Schutzgehäuse. An der Kamera selbst gibt es keine Befestigungsmöglichkeiten.

Christoph Dietrich

Während der Aufnahme macht es Sinn schnell und kurz mit einem Blick überprüfen zu können ob das Objekt das man filmt (andere Motorradfahrer) auch optimal im Bild sind, die Horizontale Ausrichtung passt oder ob man gerade alles schräg filmt weil sich vielleicht etwas verstellt hat oder wieder mal etwas verändert werden soll. Insbesondere auf so RAM-Halterungen, kann man schnell umstecken und einstellen und dann würde ich auch gerne sofort und sehr schnell zumindest vorher kontrollieren wollen ob die Einstellung so passt.
Wenn dazu aber jedesmal neu „manuell“ mit dem iPhone verbunden werden muss ist das viel zu Zeitaufwendig und Fummelig, dann auch noch mit Handschuhen. Ich hätte mit gedacht das iPhone auf meiner Touratech und RAM-Halterung, wie bisher mit der Ladefunktion zu betreiben und künftig als Überprüfungs-Monitor für das Filmen zu verwenden. Die Kamera auch wären der Fahrt und zwischen einzelnen Aufnahme-Szenen zu laden, wenn nötig die Position der Kamera zu verändern (Helm, Motorrad an verschiedenen Positionen) und per Knopfdruck eine Aufnahme starten zu können bei der ich das Bild vorher schnell und einfach überprüfen kann. Dazu möchte ich aber nicht immer wieder zuerst in ein Menue gehen müssen und die Kamera mit dem iPhone neu verbinden. Soweit ich das aber gelesen habe müsste man genau das machen um den Bildausschnitt vor dem Filmen zu überprüfen. Daher im iPhone auf Einstellungen gehen,v Allgemein auswählen, dann BLuetooth und verbinden, immer und immer wieder, oder geht das über die App schnell und automatisch vor dem Filmen?
Das betreiben der Kamera während einer Aufnahme am Motorrad bzw. einfach dazwischen zum aufladen, die jederzeit Einsatzbereit ist finde ich sehr praktisch. Für das laden von diversen Geräten habe ich mir für ein Navi und eine kleine Samsung SD-Videokamera, als auch für alle anderen möglichen Geräte ein Kabel mit einem Mini-USB-Stecker und ein iPhone Kabel unter der Verkleidung meines Motorrades bis vor zum Lenker gelegt Mit einer RAM Halterung und diverser Adapter, können so unterschiedliche Geräte montiert werden. So würde ich gerne zwischendurch auch die Kamera positionieren und teilweise auch dort filmen, wenn sie nicht gerade am Helm montiert filmt oder an anderen Positionen am Motorrad (nach hinten nach vorne gerichtet, oder mal seitlich am Motorschutz-Sturzbügel montiert , …). Bei der Contour würde es aber zumindest dann gehen wenn diese nicht im UW-Gehäuse auf dem Adapter montiert ist sondern mit der extra Stativ-Gewindeadapter-Halterung. Eigentlich hab ich mir gedacht mit diesen Adapter gleich zu sparen und das UW-Gehäuse mit diesem Adapter zu verwenden, so wäre die Kamera noch besser geschützt. Mehrere Akkus sind natürlich eine Lösung aber dabei muss die Kamera dazwischen geöffnet werden, also für mich keine ganz so optimale schnelle Lösung. Sehr Schade das bei der GoPro auch der Anschluss für das externe Mikro verdeckt ist, da ich mir gerne ein Kabel mit einem kleinen externen Mikrofon Windgeschützt unter dem Tank oder der Sitzbank, in Auspuff oder Motornähe gelegt hätte. Damit beim Fahren im Hintergrund auch immer der Motorsound für den Schnitt verfügbar ist. Ganz ohne Original-Ton bzw. zusätzlicher Tonaufnahme finde ich einen Videoschnitt oft nur suboptimal, da fehlt mir etwas, ganz besonders bei Motorsport. Dazu müsste also noch ein externes Aufnahmegerät herhalten, das ist wohl die Lösung. Jetzt habe ich zu viele Windgeräusche mit der SD-Kamera das ist nix und soweit ich das bei der Contour, in Motorrad Foren, gelesen habe ist es dort natürlich genauso schlecht mit dem Ton beim Motorradfahren! Also ist die neue GoPro mit dem externen Mikroanschluss und die Contour original noch keine Lösung. Man könnte das GoPro Gehäuse vielleicht dort wo der Mikrofonanschluss ist durchbohren und sich für UW halt ein weiteres Gehäuse kaufen, ginge das bei dem GoPro-Gehäuse? Das ist mit 45 EUR günstiger und einfacher als eine zusätzliche Tonaufzeichnung und eine weitere Audiospur beim schneiden mit Synchronisierung über Timecode. Das wäre aber die einzige Lösung bei der Contour. Die GoPro hat aber leider keine Funktion mit der man die Position des Bildausschnittes immer überprüfen kann, insbesondere nicht wenn die Kamera seitlich am Helm oder an bestimmten Positionen am Motorrad montiert ist hilft das zusätzliche 100 EUR Aufsteckdisplay wieder gar nix. Die neue WLAN Funktion und eine App könnte da künftig abhilfe schaffen!?
Die GoPro am Helm, wo es am Vibrations- und Stoßfreiesten ist, ist irgendwie zwar keine schöne elegante Vorstellung, aber wohl noch besser als eine mit viel Windgeräuschen oder ganz ohne Ton. Die Contour und ein zusätzliches externes Aufnahmegerät, dem Vibrationen und Schläge nichts ausmachen und das auch noch gut montiert ist aber dann auch wieder extra eingeschalten werden muss ist glaub ich auch keine gute Lösung für das Motorrad. :-( Frustrierend!

e-rich

Ein Lichtblick am Horizont!
Soweit ich mir das Gehäuse der GoPro im Internet angesehen habe, dürfte es kein Problem sein das Gehäuse dort zu durchbohren und damit ein externes Mikrofon als auch das USB-Kabel zum laden anzuschliessen. Es ist dort eine einfache Fläche und auch keine Befestigung oder sonstiges im weg. Wenn das Wi-Fi BacPac auch noch wirklich das Life-Bild vor oder während der Aufnahme für das iPhone zur Verfügung stellt und nicht extrem teuer wird wäre das eine super Lösung! Wenn die Kamera und das iPhone am Bordnetz hängt wäre der vermutlich hohe Stromverbrauch des Wi-Fi BacPac auch egal! Ich muß halt damit Leben das die Kamera nicht so elegant Small wie die Contour ist. Dafür aber ist sie leicht modifiziert die für mich weit bessere Lösung. Wenn alles so funktioniert mit dem Live-Bild über das künftige Wi-Fi Teil. Solange warte ich vermutlich bis es im Februar 2012 raus kommt oder das mit der Live-Bild-Funktion sicher bestätigt ist. Auf der Homepage von GoPro steht etwas von Aufnahme und/oder Streaming an ein WLAN-Gerät und möglicherweise auch gleichzeitig eine Steuerung der Kamera!?
Siehe Text von der GoPro-Page: When paired with the Wi-Fi BacPac, the HD HERO2 also supports live video streaming and remote control via smart-devices, computers and the Web wherever Wi-Fi or a mobile hotspot is present. Record one video stream to your HD HERO2′s SD card while sending a second video stream via Wi-Fi to your smart-device, computer or the Web.
Daher ist für mich nicht ganz klar ob das iPhone am Motorrad (ohne zusätzlichem mobilen WLAN) als Live-Bild Empfänger und zur gleichzeitig als Steuerung funktioniert? Denke schon aber so klar ist das ohne Test der App und des WLAN-Teils nicht.

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. ;-)
Vielleicht hast du dazu auch noch eine bessere Information als ich?

e-rich

In deutscher Sprache tu ich mir doch etwas einfacher und da die Homepage von GoPro auch in dieser vorhanden ist, hier nachfolgend der deutsche Text von der GoPro Webseite.

Würde sagen alle meine Wünsche werden erfüllt!
Es kommt ja auch bald Weihnachten! :-) Also der richtige Zeitpunkt für Wünsche und für Geschenke (eine neue GoPro Hero 2) und im Februar schenke ich mir dann halt zum Geburtstag das Wifi-Pac. :-)

http://de.gopro.com/hd-hero-accessories/wi-fi-bacpac-remote-combo/

Statten Sie Ihre HD HERO2 oder original HD HERO-Kamera mit dem Wi-Fi BacPac™ und Wi-Fi Remote aus.

Wi-Fi BacPac passt auf Ihre HD HERO2-Kamera und ermöglicht Videofernbedienung über weite Strecken mit Wi-Fi Remote oder Smartphone / Tablet-PC / Computer und einer Gratis-GoPro App. Mit der wasserdichten, robusten Wi-Fi Remote sind bis zu 50 HD HERO2-Kameras gleichzeitig steuerbar.

Mit dem Wi-Fi BacPac unterstützt die HD HERO2 auch live Video-Streaming und Fernbedienung über Smartgeräte, Computer und das Web, sofern Wi-Fi oder ein mobiler Hotspot vorhanden ist. So können Sie einen Video-Stream auf der SD-Karte Ihrer HD HERO2 aufzeichnen und einen zweiten via Wi-Fi an Ihr Smartgerät, Computer oder das Web senden.

Die ursprüngliche HD HERO ist nur kompatibel mit dem Wi-Fi BacPac und Wi-Fi Remote mit Unterstützung für Fernbedienfunktionen. Video-Streaming ist auf der ursprünglichen HD HERO-Kamera nicht möglich.

Also Achtung geht nicht alles mit den älteren Modellen nur mit der neuen wird alles Funktionieren. Bleibt nur die Frage was das WiFi-Pac kosten wird! Die App für das iPhone und ander Geräte soll ja Gratis sein.
Die Kamera also am Helm oder sonst wo am Bike montiert und am iPhone kann ich die Aufnahme starten und sehen ob und was aufgenommen wird! Meine stabile Touratech- und RAM-Halterung hat mein iPhone dabei fest im Griff und in meinem Sichtfeld.

Das wäre doch echt COOL!

e-rich

Er-ich, ich denke ich kaufe mir das Ding und bei einem kann man sich jetzt schon sicher sein: ich bohr durch!
Da sind ja sowieso 2 gehaeuse dabei. und durch das nicht UW werde ich durchbohren, ich will ja auch mein Moped hoeren! zur Musik-Untermalung.

und ja, LiveStreaming ist mit dem WiFIBac moeglich, es heisst aber, es kommt erst im Maerz raus. Preis steht leider immernoch nicht dabei.

Ich habe zZ noch das „Problem“, dass ich gerade in Asien bin und mir die Cam hier kaufen will. Aber dort wo ich rumstotter gibt es sowas nicht, also per FedEx aus den USA? dann bin ich genau bei dem gleichen Preis wie von zuhause aus, kann aber die MwSt. nicht ansetzten…ahhh und muss bei der Rueckreise die dann auch noch berappen am Zoll? das wird nichts. Ich werde also weiter versuchen hier auf den Philippinen n shop zu finden, aber zZ wuesste ich beim Besten willen nicht in welcher BambooHuette ich die finden sollte. viele gruesse und wieder Dank an Christoph

Soeren

Hallo Ihr Praktiker.
Ich habe eine Frage zum gleichzeitigen Aufnehmen UND Laden.
Im Gebrauch der Cam mit Accu-Backpack habe ich ja doppelte Möglichkeit, die Accus zu laden. In dem Wissen, dass das Backpack zuvorderst geleert wird, bevor die Cam Leistung bringen muss entseht die folgende Frage:

Hero2 + Accu Backpack
Beide Elemente haben USB Anschluss zum Laden ihrer Akkus.
Im Gebrauch mit dem Motorrad will ich wissen:
Kann ich beide Akkus gleichzeitig laden oder
darf ich nur das Backpack anschließen oder
darf ich nur die Camera anschließen, um aufzunehmen UND zu laden?

Besten Dank für Eure Einschätzung

Thomas

Thomas

Salut tout le monde ;)

eine Frage konnte ich mir durch Recherchen nirgendwo selber beantworten:
Wie schwer ist die GoPro Hero2 ohne / bzw mit wasserdichtem Gehäuse? – es wurde ja einiges an der Hardware geändert…

Danke schonmal vorab!

Raphael

Raphael

Ich hab beides mal gewogen:
GoPro: 91g
Gehäuse: 97g
Gesamt: 188g

Christoph Dietrich

Aufgrund der großen Resonanz und einem bisher nicht existenten deutschsprachigen Forum zum Thema Helmkameras habe ich ein Forum aufgesetzt. Ich würde mich freuen, wenn ihr euch dort registriert und rege an den Diskussionen beteiligt:
http://www.actioncam-forum.de/

Christoph Dietrich

Toller Testbericht. Könntest mal noch ergänzen um den den LCD Backpack.

Mal ein kleiner Tipp an alle Gleitschirmflieger:
falls Ihr nicht wassern wollt :-) dann benutzt NICHT das luftdichte Cover beim fliegen. Ich hatte in Slowenien den Effekt, das die Linse kurz nach dem Start beschlagen hat und der ganze Film aussah, als wäre ich in dichtem Nebel geflogen. Sehr ärgerlich. Kurz nach der Landung war dann alles wieder okay. Auch ein „lüften“ nützt da nix. Also dran denken beim nä. Flug, das es Euch nicht wie mir und anderen ergeht.

Stephan

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